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Historische Wasserwehr-Leistungsabzeichen / Niederösterreich | |
Die ersten offiziellen Wettkämpfe am Wasser gehen auf das Jahr 1956 zurück. In der Ausgabe Nr. 8 der Mitteilungen des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes erfolgte gleich an Titelblatt die Ankündigung, dass am 1. September ein Wasserwehr-Wettbewerb in Tulln stattfindet: Auf den folgenden Seiten waren dann die näheren Bestimmungen festgehalten: Und bereits hier ist festgehalten, dass vom Landes-Feuerwehrkommando an alle Teilnehmer Anerkennungsurkunden verliehen werden. Offensichtlich war dieser Wettbewerb ein Erfolg, denn schon im nächsten Jahr gab es eine Fortsetzung. Auch das war dem Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband wieder eine entsprechende Schlagzeile auf dem Titelblatt wert. Und ebenso offensichtlich hatte sich die Teilnehmeranzahl entsprechend vergrößert, wurde der Bewerb nunmehr doch an zwei Tagen, nämlich am 31. August und am 1. September, abgehalten: 1958 gab es am 23. August wiederum in Tulln die nächste Auflage. Diesmal war die Ankündigung bereits ins Blattinnere gerutscht, mit eineinhalb Seiten auch nicht mehr so umfangreich wie in den beiden Vorjahren und ohne Fotos: 1959 fand der bereits 4. Bewerb am 5. September statt. Tulln hatte als Austragungsort schon Tradition. Die Ankündigung erfolgte wiederum in den Mitteilungen des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverwandes in der Ausgabe Nr. 7 auf den Seite 21 und 22:
Und in der Ausgabe 10 vom selben Jahr wurde auf den Seiten 3 und 4 über den Wettkampf berichtet: 1960 war es dann endlich soweit. Ein trag- und somit sichtbares Abzeichen wurde geschaffen und dies in der Ausgabe 5 auf Seite 13 der neuen Zeitschrift "Brand aus" auch angekündigt: Die Bestimmungen zum Erwerb hatten es aber in sich: Voraussetzung war nämlich, dass der Teilnehmer mindestens fünf Mal an einem Wasserwehr-Leistungsbewerb teilgenommen hatte und er überdies bereits das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold errungen hatte. Das neue Abzeichen lehnte sich bezüglich der Gestaltung an das bereits seit 1951 vorhandene Feuerwehrleistungsabzeichen an, dessen Form und Größe übernommen wurde. Anstelle des Strahlrohres wurde aber ein Anker verwendet. Und zur noch deutlicheren Unterscheidung wurde das Abzeichen mit lichtblauem Stoff unterlegt. Es handelte sich also um ein Kombinationsabzeichen, mit dem die erfolgreiche Teilnahme sowohl des "Feuer- als auch des Wasserwettkampfes" bestätigt wurde. Die Stufe dieses Kombinationsabzeichen hing davon, welches Feuerwehrleistungsabzeichen der Teilnehmer bereits besaß. Hier die Abzeichen nun im Vergleich. Die Fotos der neuen Wasserwehr-Leistungsabzeichen wurden uns von ABI Christian Fastl zur Verfügung gestellt, dem an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt sei und bei dem auch das Copyright liegt. |
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1951 - 1964 Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze |
1960 - 1964 Wasserwehr-Leistungsabzeichen in Bronze |
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1951 - 1963 Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber |
1960 - 1964 Wasserwehr-Leistungsabzeichen in Silber |
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1958 - 1965 Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold |
1960 - 1964 Wasserwehr-Leistungsabzeichen in Gold |
Bei diesem nun schon 5. Wasserwehrleistungsbewerb am 3. September 1960 wurden 3 Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold, 13 in Silber und 6 in Bronze verliehen, wovon in der Zeitschrift "Brand aus" Ausgabe 10 auf den Seite 7 bis 11 auch ausführlich berichtet wurde:
Beim 6. Bewerb am 26. August 1961 wurden 3 Leistungsabzeichen in Gold, 8 in Silber und 3 in Bronze vergeben. Für das Jahr 1962 findet sich in der Zeitschrift "Brand aus" Ausgabe 9, Seite 3 kein Hinweise auf zusätzliche Verleihungen. Es wurden lediglich die Sieger in den einzelnen Kategorien veröffentlicht . 1963 war die Verleihung von Leistungsabzeichen lediglich eine kurze Notiz ("Brand aus" Ausgabe 9, Seiten 4 bis 7) in einem ansonsten sehr ausführlichen Artikel wert, ohne dass über die Anzahl und die Kategorien der Leistungsabzeichen näher berichtet wird. 1964 wird in "Brand aus" Ausgabe 10 Seite 5 berichtet, dass anlässlich des 9. Wasserwehr-Leistungsbewerbes 8 Leistungsabzeichen in Gold, 15 in Silber und 2 in Bronze verliehen wurden. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass in den Jahren 1960 bis 1964 max. 100 Wasserwehr-Leistungabzeichen in dieser Form in Niederösterreich verliehen wurden. Denn bereits am 28. August 1965 erfolgte anlässlich des 10. Wasserwehr-Leistungsbewerbes die Durchführung entsprechend den neuen bundeseinheitlichen Bestimmungen. Dabei konnte das Abzeichen in Bronze nach dem Besuch des Wasserdienstlehrganges I oder nach dreimaligem Antreten in der Kategorie Bronze, das Abzeichen in Silber nach Absolvierung der Wasserdienstlehrgänge I und II oder nach dreimaligem Antreten in der Kategorie Silber errungen werden. Das Abzeichen wurde aus Oberösterreich übernommen und entspricht noch der heutigen Form. Am oberen Ende des Abzeichens war damals aber noch das Bundes- anstelle des Landeswappens angebracht. Nicht zu den Leistungsabzeichen, sondern zu den Funktionsabzeichen zählt übrigens das sogenannte Wasserwehrabzeichen (auch zu diesem Foto liegt das Copyright bei ABI Christian Fastl): |
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Historische Leistungsabzeichen / Niederösterreich | |
Die ersten Wettkampfbestimmung nach dem II. Weltkrieg gab es im August 1948. Diese wurden auszugsweise in den "Mitteilungen des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes" (in weiterer Folge "Mitteilungen") in der Ausgabe 10/56. Jahrgang vom Oktober 1948 auf den Seiten 4 und 5 veröffentlicht. In der gleichen Ausgabe war bereits auf Seite 2 die Aufforderung, Wettkämpfe zu organisieren, zu finden. Schon damals sahen die Bestimmungen einerseits einen trocken durchgeführten Löschangriff mit Gruppenstärke 1:8 und einen Stafettenlauf über 450 m (9 x 50 m) vor. Details sind hier nachzulesen: Im Juli 1951 war schließlich auf der Titelseite der Ausgabe 7/59. Jahrgang der "Mitteilungen" folgende Ankündigung zu finden: "Landes-Feuerwehrwettkämpfe um die Wanderpreise des nieder-österr. Landes-Feuerwehrverbandes verbunden mit der Verleihung des Feuerwehr-Leistungsabzeichens" Die Wettkämpfe fanden am 4. August 1951 in Haag statt. Teilnahmeberechtigt waren alle Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren, welche dem niederösterreichischen Landes-Feuerwehrverband angehörten, sowie bis zur endgültigen Regelung die Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren der Wiener Randgebiete. Der Hinweis, dass die Wettkampfbestimmungen vollkommen neu bearbeitet wurden, deutet, darauf hin, dass es offensichtlich schon vorher entsprechende Wettkämpfe gegeben hat. Landessieger war die Gruppe mit der höchsten Punktezahl. Zusätzlich wurde ein 2. und ein 3. Sieger ermittelt. Alle drei Mannschaften erhielten den Wanderpreis, um den ein ziemliches Gemeimnis gemacht wurde: "Die Wanderpreise bestehen aus - doch das werdet Ihr in Haag schon sehen." Wanderpreise, die 3mal hintereinander erworben werden, gehen in den endgültigen Besitz einer Wettkampfgruppe über. Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen erwarb, wer
Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen wurde vorerst nur in Bronze (1. Stufe) ausgegeben. Zusätzlich gab es auch noch eine Urkunde. |
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1951 - 1964 Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze | |
Der engere Ausschuss des niederösterreichischen Landes-Feuerwehrverbandes beschloss am 6. Dezember 1951, anlässlich der Landes-Feuerwehrwettkämpfe 1952 das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber zu stiften: Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber konnte erwerben, wer
Ausgelost wurden dabei alle 9 Positionen. Der vorherige Erwerb des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in Bronze war nicht erforderlich. |
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1951 - 1963 Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber |
Die "Mitteilungen" Ausgabe 5/66. Jahrgangs vom Mai 1958 hatten gleich auf der Titelseite die Schlagzeile: "Das goldene Feuerwehrleistungsabzeichen". Auf Seite 2 ging's dann ins Detail. Der Bewerb sollte in der 1. Septemberwoche dieses Jahres stattfinden. Bewerber hatten einige Voraussetzungen zu erfüllen:
Gleich festgehalten wurde auch noch, dass erfolglose Bewerber, den Bewerb in den Folgejahren maximal 2mal wiederholen konnten. |
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1958 - 1965 Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold |
Die Mitteilungen Ausgabe 10/66. Jahregang vom Oktober 1958 widmeten dem ersten Bewerb um das goldene Leistungsabzeichen, der von 3. bis 6. Septemer 1958 in der niederösterreichischen Landes-Feuerwehrschule in Tulln abgehalten wurde, auf dem Seiten 4 bis 7 einen ausführlichen Bericht. Insgesamt hatten sich 178 Kameraden angemeldet, die in 4 Durchgänge eingeteilt wurden. Aus organisatorischen Gründen konnte pro Tag lediglich ein Druchgang zum Bewerb antreten. Die Bewerber eines Tages wurde nochmals in zwei Halbdurchgänge eingeteilt. Der 1. Halbdurchgang trag vormittags zum theoretisch und nachmittags zum praktischen Teil, der 2. Halbdurchgang in umgekehrter Reihenfolge. Dabei waren folgende Disziplinen zu bewältigen:
Gleich am ersten Tag wurden die Disziplinen "Hindernislauf" und "Kommandieren" einigen Bewerbern zum Verhängnis. Trotzdem erreichten über 90 % der Bewerber am 1. Tag das begehrte Leistungsabzeichen. Die Leistungen verbesserten sich kontinuierlich, am 4. Tag konnte sogar die weiße Flagge (alle hatten bestanden) gehisst werden. Insgesamt hatten 157 der angetretenen 178 Teilnehmer den Bewerb erfolgreich beendet. Die Leistungen waren aber mit 191 bis 118 Punkten doch sehr breit gestreut. Ebenso breit waren die teilnehmenden Dienstgrade (vom Feuerwehrmann bis zum Bezirksfeuerwehrkommandanten) gestreut. |
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Historische Leistungsabzeichen / Salzburg | |
In Salzburg begann das Bewerbsgeschehen 1955. Von 7. bis 9. November fand der 1. Kampfrichterlehrgang in Salzburg-Maxglan im Hof der Berufsfeuerwehr statt. Die Absolventen erhielten das Leistungsabzeichen in Bronze. Am 4. November 1956 fand der 1. Wettkampf in Salzburg-Maxglan zur Erlangung des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze statt. Von 70 angetretenen Gruppen haben 52 das Ziel erreicht. Für die gescheiterten Gruppen gab es am 11. November die Möglichkeit zur Wiederholung. Alle 18 Gruppen haben diese Chance erfolgreich genutzt. Erst am 17. September 1961 gab es den 2. Wettkampf in Bronze und den 1. Wettkampf in Silber in Salzburg-Maxglan. Das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber erhielten dabei nicht nur die erfolgreichen Bewerber, sondern auch die Kampfrichter und Verbandsfunktionäre. Es war ursprünglich auch als „Auszeichnung“ vorgesehen. Am 27. Mai 1962 gab es schließlich wieder die "Bewerbsfortsetzung" für die gefallenen Gruppen, die hier eine zweite Chance bekamen. Bereits 1965 waren die Salzburger Leistungsabzeichen wieder Geschichte. Es wurde in der alten Form also nur drei Mal (inkl. Kampfrichterlehrgang) in Bronze und ein Mal in Silber verliehen. Dies erklärt auch, warum diese Abzeichen höchst selten in Versteigerungen auftauchen. Am 23.11.1965 wurden die bundeseinheitlichen Bewerbsbestimmungen veröffentlicht. 1966 folgte in Salzburg der 3. Landesbewerb, diesmal erstmals nach den bundeseinheitlichen Bestimmungen mit Vergabe der bundeseinheitlichen Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. 1970 folgte der 4. Landesbewerb in Salzburg, ebenfalls in Bronze und Silber. Am 20.11.1971 wurde in Salzburg schließlich der 1. Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold nach den bundeseinheitlichen Bewerbsbestimmungen durchgeführt. 1973 fanden die 5. Bewerbe in Bronze und Silber in Tamsweg statt, die in weiterer Folge alle zwei Jahre durchgeführt wurden. Der Autor bedankt sich bei E-BR Adolf Schinnerl und BR Dr. Christian Fastl für zahlreiche wertvolle Hinweise. Von E-BR Schinnerl stammt auch die Information, dass der Landesfeuerwehrkommandant das Abzeichen in Gold "einer Handvoll" Feuerwehrfunktionären verliehen hat. |
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1955 - 1962 Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze | |
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1961 - 1962 Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber
Das Foto wurde uns freundlicher Weise von Hans-Peter Pollhammer, einem Sammlerkollegen aus dem Bundesland Salzburg, zur Verfügung gestellt. |
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Historische Leistungsabzeichen / Kärnten | |
Die Kärntner Kameraden befassten sich bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert mit dem Thema Leistungsbewerb. So wurde bereits 1896 beim 6. Österreichischen Feuerwehrtag in Klagenfurt der Antrag gestellt, eine Wettbewerbsordnung auszuarbeiten. Diese sollte sich auf Konkurrenz-Exerzieren und Übungen mit Geräten erstrecken. Unklar ist allerdings, ob dieser Antrag auch tatsächlich Wirkung zeigte. Gesichert ist jedoch, dass in der Stadt Wolfsberg bereits von 1928 bis 1938 jährlich eine Wertungsübung abgehalten wurde. Berichtet wird auch von einer Wertungsübung im Jahr 1935 beim Bezirksverbandstag in Maria Rojach und von einem Geräte-Exerzieren im Jahr 1936 in St. Andrä im Lavantal. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Idee der Leistungsbewerbe schnell wieder aufgegriffen, die Ausbildungsvorschrift 2 "Wettbewerbsbestimmungen" ausgearbeitet und im August 1948 aufgelegt. Vorgesehen war ein taktischer Löschangriff mit einer Gruppe 1:8, bei dem die Geräte aus dem Fahrzeug zu entnehmen waren. Und bereits damals wurde der Angriff nass durchgeführt, eine Vorgangsweise, die sich in Kärnten bis heute erhalten hat. Ziel war es, einen in etwa 3 m Höhe angebrachten Ballon mit vollem Wasserstrahl zu treffen. Zusatzlich war ein Staffellauf über 700 m vorgesehen. Die ersten Wettbewerbsbestimmungen umfassten gerade einmal 10 Seiten, wurden jedoch bereits im Februar 1949 in den Feuerwehrdienstlichen Mitteilungen ergänzt. Alle Teilnehmer sollten eine silberne Feuerwehrnadel erhalten, für Teilnehmer aus erfolgreichen Gruppen (Erreichen einer gewissen Mindestpunktezahl) war ein bronzenes Feuerwehr-Sportabzeichen vorgesehen, war der Teilnehmer jedoch bereits über 45 Jahre, so sollte dieses in Silber vergeben werden. Bevor jedoch noch der erste Bewerb ausgetragen wurde, wurden die Bewerbsbestimmungen geändert und das Feuerwehr-Sportabzeichen geschaffen. Der 1. Sportbewerb wurde 1949 mit 125 teilnehmenden Gruppen ausgetragen. |
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1949 Feuerwehr-Sportabzeichen Stufe I | |
1950 wurden die Bewerbsvorschriften bereits wieder überarbeitet (nunmehr 16 Seiten) und erstmals ein Kampfrichterkurs an der Landesfeuerwehrschule abgehalten. Die 2. Sportmeisterschaft wurde in den Stufen I und in der neugeschaffenen Stufe II ausgetragen. In der Stufe I konnte auch eine gemischte Gruppe antreten. Damit waren Gruppen gemeint, in denen Männer ohne Leistungsabzeichen und Männer, die die Stufe I bereits erworben hatten, gemeinsam antraten. Männer ohne Leistungsabzeichen konnten ihre Position frei wählen. Unter den Männern, die die Stufe I bereits besaßen, wurden die restlichen Positionen verlost. Von 176 angetretenen Gruppen erwarben 104 Gruppen das Sportabzeichen in der Stufe I und 57 Gruppen in der Stufe II. Am 5. November 1950 wurde aus 15 angetretenen Gruppen auch erstmals der Landesmeister in Klagenfurt ermittelt. |
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1950 Feuerwehr-Sportabzeichen Stufe II | |
Nach einer Pause im Jahr 1951 wurden die 3. Sportwettkämpfe 1952 durchgeführt. Im selben Jahr wurde auch die 2. Landesmeisterschaft ausgetragen. Die Sportwettkämpfe wurden um die Stufe III erweitert. Die Durchführungsbestimmungen für die Stufe I blieben unverändert. In der Stufe II wurden die Bedienungsmänner Positionen ausgelost. Zusätzlich nahmen die Nummern 3 und 4 als Voraustrupp mit einer Krückenspritze den 1. Angriff vor. Als Zeit wurde der Durchschnitt zwischen dem Treffen der Zielscheibe durch die Krückenspritze und das 1. Rohr gewertet In der Stufe III wurden alle Positionen außer dem Gruppenkommandanten und dem Maschinisten durch Los bestimmt. Es erfolgte die Vornahme von 2 C-Rohren. Zu treffen war eine Zielscheibe, wobei die Zeit des Strahlrohres, das die Zielscheibe als zweites zum Kippen brachte, gewertet wurde. Eine Krückenspritze musste zusätzlich bis zum Verteiler vorgetragen werden. Von 40 Prüfungsfragen musste von jedem Teilnehmer (inkl. der maximal möglichen 4 Ersatzmänner) je eine Frage beantwortet werden. Die richtige Antwort wurde dabei mit Gutpunkten bewertet. Angetreten waren in Stufe I 108 Gruppen, in Stufe II 53 Gruppen und in Stufe III auch immerhin schon 24 Gruppen. Zur 2. Landesmeisterschaft durften nur die jeweils 10 besten Gruppen jeder Stufe antreten. |
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1952 Feuerwehr-Sportabzeichen Stufe III | |
Nach einer weiteren Pause ging es im Jahr 1954 weiter. Die 3. Auflage der Ausbildungsvorschrift 2 (mittlerweile auf 31 Seiten angewachsen) verschärfte die Bedingungen: Stufe I und II: Der Gruppenkommandant musste den Grundschulungslehrgang, der Maschinist musste den Maschinistenlehrgang absolviert haben. Stufe III: Der Gruppenkommandant musste den Chargenkurs, der Maschinist musste den Maschinistenlehrgang absolviert haben. Das Maschinistenabzeichen ersetzte in allen drei Stufen den Maschinistenlehrgang. In der Stufe I traten 64 Gruppen, in Stufe II 26 Gruppen und in Stufe III 9 Gruppen an. 1955 und 1956 war wieder Pause. 1957 wurden die 5. Sportwettkämpfe (Stufe I 101 Gruppen, Stufe II 37 Gruppen und Stufe III 9 Gruppen) und die 4. Landesmeisterschaft durchgeführt. Überdies gab es die nächsten Ergänzungen der Bewerbsvorschriften. Nach weiteren 2 Jahren Pause gab es 1960 (6. Sportwettkämpfe, 5. Landesmeisterschaft) die nächste große Änderung: Es wurde eine Stufe IV eingeführt. Diese wurde - jedoch ohne Staffellauf - nach den Vorschriften der Stufe I durchgeführt. Die Besonderheit dabei war jedoch, dass die Teilnehmer aus allen aktiven Mitgliedern der Feuerwehr ausgelost wurden. Teilnehmen konnten überdies nur Feuerwehren, aus denen mindestens 1 Gruppe das Abzeichen der Stufe III erworben hatte. Angetreten waren in dieser Kategorie 22 Feuerwehren. Als Belohnung gab es allerdings kein weiteres Abzeichen sondern lediglich ein Diplom für die Feuerwehr. Zum Thema Abzeichen scheiden sich nun die Geister. Im Oberösterreichischen Feuerwehrmuseum in St. Florian sind Leistungabzeichen in Bronze, Silber und Gold ausgestellt. Diese haben alle die Form der oben dargestellten Stufe I und sind mit dem Text "Landesfeuerwehrverband Kärnten - Leistungabzeichen - 1. Form - 1959" versehen. Die oben dargestellten Feuerwehr-Sportabzeichen der Stufen I bis III sind ebenfalls ausgestellt, allerdings mit einer Zeitspanne 1949 bis 1959 beschriftet. In den Kärntner Unterlagen (insbesondere im Buch von Roman Felsner "Dem Nächsten zur Wehr - Kärntens Feuerwehren im Wandel der Zeit", das auch der Entwicklung der Sportwettkämpfe und der Landesbewerbe einen breiten Raum widmet und zahlreiche Abbildungen historischer Leistungsabzeichen aus diesem Bundesland enthält) findet sich dazu allerdings keinerlei Hinweis. Nach einer Pause im Jahr 1961 gab es ab 1962 (7. Sportwettkämpfe, 6. Landesmeisterschaft) eine grundlegende Änderung. Wegen des großen Andrangs von Bewerbsgruppen (1960 waren erstmals über 1000 Gruppen angetreten) sah man sich außerstande, alle Bewerbe jährlich durchzuführen. Es kam daher zu einer Aufteilung: 1962 wurden nur die Stufen I und III durchgeführt. 1963 (8. Sportwettkämpfe, 7. Landesmeisterschaft) waren dafür die Stufen II und IV an der Reihe. In diesem Jahr gab es übrigens aus versicherungstechnischen Gründen zum letzten Mal die Sportwettkämpfe. Nach einer weiteren Pause 1964 wurden 1965 die umbenannten 9. Leistungsbewerbe und die 8. Landesmeisterschaft in den Stufen I und III durchgeführt. 1966 wurden nur die 10. Leistungsbewerbe, jedoch keine Landesmeisterschaft, und auch diese nur in der Stufe IV durchgeführt. 1967 stand dann im Rahmen der 11. Leistungsbewerbe und der 9. Landesmeisterschaft lediglich die Stufe II auf dem Programm. Und auch 1968 wurde wieder umdisponiert. Statt der vorgesehenen Stufe III wurde nur die Stufe I durchgeführt, "um der nachdrängenden Jugend eine Gelegenheit zur Teilnahme zu geben". Dem Jahr 1969 (Stufen II und III) folgten 1970 die Stufen I und IV, wobei der mittlerweile 12. Landesbewerb erstmals nicht mehr in Klagenfurt sondern in Völkermarkt abgehalten wurde. Anlass war der 50. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung. 1971 (Stufen II und III) galten wieder neue Bewerbsbestimmungen. 1972 gab es die nächste Zäsur. Bei der Bewerterbesprechung zu den Stufen I und III am 22.04.72 mussten zahlreiche Ausnahmen beschlossen werden:
Erstmals wurden die Bewerterspangen verliehen. Zusätzlich wurden die neuen Feuerwehrleistungsabzeichen eingeführt. Diese wurden erstmals 1973 (17. Leistungsbewerbe, 15. Landesmeisterschaft) in der Stufe II verliehen, da die ebenfalls durchgeführte Stufe IV unverändert mit einem Diplom abgeschlossen wurde. |
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1973 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe II - Silber | |
1974 gab es die neuen Leistungsabzeichen schließlich auch in den Stufen I und III. Da die Lehrgänge in der Landesfeuerwehrschule stets überfüllt waren, durften
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1973 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe I - Bronze (erstmals verliehen 1974) |
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1973 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe III - Gold (erstmals verleihen 1974) |
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1974 (18. Leistungsbewerbe, 16. Landesmeisterschaft) bis 1991 (35. Leistungsbewerbe, 33. Landesmeisterschaft) kam insoferne Regelmäßigkeit in das Bewerbswesen, als in geraden Jahren die Stufen I und III, in ungeraden Jahren die Stufen II und IV durchgeführt wurden. 1992 wurde nur die Stufe III durchgeführt. Die Stufe I wurde dafür 1993 als "Probegalopp" durchgeführt. Ab diesem Jahr wurden die Leistungsbewerbe in neuer Form durchgeführt. Die neuen Bestimmungen waren in mehrjähriger Arbeit ausgearbeitet worden. Jeder Feuerwehrmann, auch wenn er schon die Leistungsbewerbe in allen bisherigen Stufen absolviert hatte, konnte antreten und das neue Abzeichen erwerben. |
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1993 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe I - Bronze | |
1994 (38. Leistungsbewerbe, 36. Landesmeisterschaft) wurde der Bewerb nach den neuen Regeln in der Stufe II durchgeführt. | |
1993 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe II - Silber | |
1995 wurden dann wieder die Stufen I und III abgehalten, womit nun auch die III. Stufe erwerbbar war. | |
1993 Feuerwehrleistungsabzeichen Stufe III - Gold | |
Von 1995 (39. Leistungsbewerbe, 37. Landesmeisterschaft) bis 2004 (46. Landesmeisterschaft) wurden in den ungeraden Jahren jeweils die Stufen I und III, in den geraden Jahren die Stufen II und IV abgehalten. Folgende Besonderheiten gab es aber dennoch in dieser Periode:
Für die Stufe 3W bzw. III-S wurde ein eigenes Abzeichen in drei Stufen geschaffen. Die näheren Details, insbesondere unter welchen Bedingungen welche Stufe erwerbbar war, sind aktuell nicht bekannt. |
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1997 Stufe 3W bzw. III-S - Bronze | |
1997 Stufe 3W bzw. III-S - Silber | |
1997 Stufe 3W bzw. III-S - Gold | |
Eine völlig neue Form der Leistungsbewerbe gab es ab 2005 bei der mittlerweile 47. Landesmeisterschaft:
Seit diesem Jahr ist auch der Erwerb des bundeseinheitlichen Feuerwehrleistungsabzeichens in Gold in Kärnten möglich. Zusätzlich wurde 2005 aber noch der Bewerb III-S abgehalten, wurde jedoch mit der letzmaligen Durchführung 2006 aus dem Programm gestrichen. Diese neue Form der Leistungsbewerbe führte auch wieder zu einem neuen Leistungsabzeichen, das auch heute noch verliehen wird. Details dazu siehe unter Leistungsabzeichen Kärnten. |