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2020 - Abschaffung der Feuerwehrtechniker in Oberösterreich | ||||
Am 09.09.2020 wurde die "Bekleidungsordnung Feuerwehr OÖ" beschlossen und mit gleichem Datum in Kraft gesetzt. Bezüglich der Dienstgrade gab es dabei eine maßgebliche Änderung. Als Vorgriff auf die künftigen Fachdienst-Dienstgrade wurden die Feuerwehrtechniker ersatzlos abgeschafft, indem diese einfach nicht mehr erwähnt wurden. Es gab jedoch auch keine Regelung, was mit den bisherigen Feuerwehrtechnikern zu geschehen habe. Die neuen Fachdienst-Dienstgrade wurden dann mit den Neuwahlen 2023 auf Ebene der Feuerwehren bzw. 2024 auf Bezirksebene eingeführt. Neubestellungen bis dahin erfolgten jedoch bereits nach dem neuen Schema. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bis Herbst 2020 gültigen Dienstgrade. Folgende Voraussetzungen mussten für die Erlangung eines Dienstgrades erfüllt sein: |
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Abzeichen |
Dienstgrad |
Abkürzung |
Mindestdienstzeit im jeweiligen Dienstgrad vor der nächsten Beförderung |
Voraussetzung |
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Probefeuerwehrmann |
PFM |
1 Jahr |
Ab Annahme des freiwilligen Beitrittes durch das Feuerwehrkommando |
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Feuerwehrmann |
FM |
2 Jahre |
Grundausbildung in der Feuerwehr ("Truppmann“) |
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Oberfeuerwehrmann |
OFM |
2 Jahre |
Erweiterte Grundausbildung ("Truppführer") |
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Hauptfeuerwehrmann |
HFM |
2 Jahre |
Funklehrgang oder |
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Löschmeister |
LM |
3 Jahre |
Gruppenkommandantenlehrgang |
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Oberlöschmeister |
OLM |
3 Jahre |
Lotsen- und Nachrichtendienst- oder |
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Hauptlöschmeister |
HLM |
3 Jahre |
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Brandmeister |
BM |
4 Jahre |
Zugskommandantenlehrgang oder |
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Oberbrandmeister |
OBM |
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Zugskommandantenlehrgang |
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Hauptbrandmeister |
HBM |
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Gruppenkommandant oder Stellvertreter des Zugskommandanten Stellvertreter des Kommandanten des Ausbildung wie bis OBM |
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Brandinspektor |
BI |
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Zugskommandant oder Kommandant des Ausbildung wie bis OBM |
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Amtswalter |
AW |
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Gruppenkommandantenlehrgang und Gerätewart, Schriftführer oder Kassenführer |
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Oberbrandinspektor |
OBI |
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Ausbildung wie bis OBM, Kommandantenlehrgang innerhalb der gebotenen Frist Stellvertreter des Kommandanten |
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Hauptbrandinspektor |
HBI |
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Ausbildung wie bis OBM, Kommandantenlehrgang und Kommandant |
Darüberhinaus gibt es in Oberösterreich noch folgende Dienstgrade bzw. Sonderdienstgrade | ||||
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Oberamtswalter |
OAW |
Hilfsorgan eines Abschnitts-Feuerwehrkommandanten Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Hauptamtswalter |
HAW |
Hilfsorgan eines Bezirks-Feuerwehrkommandanten Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Feuerwehrarzt |
FA |
Der Feuerwehrarzt übernimmt die Agenden des Feuerwehr Medizinischen Dienstes in der Feuerwehr Vom Kommandanten ernannt |
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Bezirks-Feuerwehrarzt |
BFA |
Der Bezirks-Feuerwehrarzt ist Hilfsorgan des Bezirks-Feuerwehrkommandanten und Ansprechpartner für Feuerwehrärzte und Sachbearbeiter des Feuerwehr Medizinischen Dienstes auf Abschnitts- und Bezirksebene Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Landes-Feuerwehrarzt |
LFA |
Der Landes-Feuerwehrarzt ist als Hilfsorgan des Landes-Feuerwehrkommandanten im Landes-Feuerwehrverband für den Feuerwehr Medizinischen Dienst verantwortlich Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Feuerwehr-Kurat |
FKur |
Katholischer oder evangelischer Geistlicher Vom Kommandanten ernannt |
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Bezirks-Feuerwehrkurat |
BFKur |
Katholischer oder evangelischer Geistlicher Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Landes-Feuerwehrkurat |
LFKur |
Katholischer oder evangelischer Geistlicher Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Feuerwehr- Techniker B |
FT-B |
Absolvent einer maturaführenden Schule (HTL) Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Feuerwehr- Techniker A |
FT-A |
Absolvent eines technischen Studiums an einer Universität bzw. Fachhochschule Von der Landes-Feuerwehrleitung ernannt |
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Abschnittsbrandinspektor |
ABI |
Kommandanten einer FF Feuerwehr mit mindestens vier Löschgruppen |
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Brandrat |
BR |
Abschnitts-Feuerwehrkommandant | |
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Oberbrandrat |
OBR |
Bezirks-Feuerwehrkommandant | |
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Landesbranddirektor-Stellvertreter |
LBDStv |
Landesbrandinspektor Stellvertreter des Landes-Feuerwehrkommandanten |
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Landesbranddirektor |
LBD |
Landes-Feuerwehrkommandant |
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1945 - Die ersten Dienstgrade in Oberösterreich südlich der Donau | ||||
Bereits im Oktober 1945 gab der damalige Landeskommandant der Feuerwehren Dipl.-Ing. Krajanek das Rundschreiben Nr. 2 für Freiwillige Feuerwehren, Feuerpolizei und Werkfeuerwehren heraus. Dieses wurde dem Autor freundlicherweise von E-AW Gerhard Reichenwallner, FF Ried im Innkreis zur Verfügung gestellt. Erhalten ist das Rundschreiben als Beilage zu einem Schreiben der OÖ. Landeshauptmannschaft vom 22. Oktober 1945 an das Kommando der Feuerwehr der Stadt Wien. Offensichtlich wollte man den Wiener Kameraden mitteilen, wie das Thema Dienstgrade in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Oberösterreich geregelt war. Ob dieses Rundschreiben in der Praxis aber tatsächlich umgesetzt wurde, muss in den Wirren der Nachkriegszeit (generelle Materialknappheit) bezweifelt werden. Kleiner Exkurs: Zu beachten ist dabei, dass der Landeskommandant der Feuerwehren bzw. des OÖ. LFV während der Besatzungszeit in der sowjetischen Zone (Mühlviertel) keinen Wirkungsbereich hatte. Der Leiter der Zivilverwaltung Mühlviertel, Johann Blöchl bestellte 1946 den langjährigen Feuerwehrfunktionär und späteren Landes-Feuerwehrkommandanten Franz Hartl zum Referenten für Straßenbau und das Feuerwehrwesen. Bereits im August 1946 wurden im Mühlviertel zur Unterstützung der Bezirks-Feuerwehrkommandanten auf Ebene der Gerichtsbezirke Feuerwehr-Inspektoren eingesetzt, die 1949 in Abschnitts-Feuerwehrkommandanten umbenannt wurden. Südlich der Donau wurde diese Funktion erst im März 1949 mit der Bezeichnung Abschnitt-Feuerwehrinspektor eingeführt). Das gesamte Konvolut können Sie hier sehen Weiters finden Sie zur leichteren Lesbarkeit eine Abschrift: Die Anlagen zu dem Rundschreiben Nr. 2 enthalten einige interessante Einblicke. Einerseits ist aus den Anlagen 1 bis 3 ersichtlich, welche Dienstgrade im Bereich der Feuerpolizei (= Berufsfeuerwehr), der Freiwilligen Feuerwehren und der Werkfeuerwehren nun galten, andererseits enthalten diese Anlagen auch ein Überleitungsschema aus den bisher im III. Reich gebräuchlichen Dienstgraden. Interessant ist insbesondere zweiteres. Damit ist klargestellt, was bisher nur Vermutung war. Dass nämlich die Dienstgradreformen vom Mai 1943 und schon gar nicht mehr die vom Februar 1944 umgesetzt wurden. Die Beilagen knüpfen nämlich an die Dienstgrade an, die einige Zeit nach dem Anschluss im Juni 1939 in der damaligen Ostmark eingeführt wurden. Zusätzlich ist in Anlage 4 auch schematisch die Organisation des Feuerwehrwesens in Oberösterreich unmittelbar nach dem Krieg dargestellt: Die Dienstgradabzeichen sind in den Anlagen 1 bis 3 nur verbal beschrieben. Die unten dargestellten Dienstgradabzeichen sind daher lediglich aus dieser verbalen Beschreibung abgeleitet. |
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Dienstgradabzeichen | verbale Beschreibung | neuer Dienstgrad | bisheriger Dienstgrad | |
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roter Aufschlag ohne Rosette |
Feuerwehrmann |
Anwärter Truppmann Obertruppmann Haupttruppmann |
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roter Aufschlag mit |
Löschmeister |
Truppführer | |
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roter Aufschlag mit |
Oberlöschmeister |
Obertruppführer | |
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roter Aufschlag mit |
Hauptlöschmeister |
Haupttruppführer | |
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roter Aufschlag mit |
Brandmeister |
Zugführer | |
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roter Aufschlag mit |
Oberbrandmeister |
Oberzugführer | |
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roter Aufschlag mit |
Hauptbrandmeister |
Hauptzugführer | |
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roter Aufschlag mit abgewinkeltem ca. 3,5 cm breitem Silberstreifen und 1 goldenen Rosette |
Bezirkskommandant der Freiwilligen Feuerwehren | Kreisführer | |
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roter Aufschlag mit abgewinkeltem ca. 3,5 cm breitem Silberstreifen und 2 goldenen Rosetten |
Landesfeuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehren | Bezirksführer | |
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roter Aufschlag mit abgewinkeltem ca. 3,5 cm breitem Silberstreifen und 3 goldenen Rosetten |
Landeskommandant der Feuerwehren | Abschnitts-Inspekteur |
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1938 - 1945 Fliegerhorstfeuerwehren | ||
Die Fliegerhorstfeuerwehren waren in Löschgruppen von 14 bis 18 Mann unterteilt und rekrutierten sich im Wesentlichen aus dem zivilen Stammpersonal. Geführt wurden sie von Feuerschutzbeamten des mittleren Dienstes. Die Feuerschutzbeamten des höheren Dienstes waren im Reichsluftfahrtministerium tätig. Im Gegensatz zur übrigen Feuerwehr, die im III. Reich Teil der Polizei war, waren Feuerschutzbeamte und ziviles Stammpersonal Teil der Luftwaffe. Die Feuerschutzbeamten waren gemeinsam mit dem zivilen Stammpersonal der Fliegerhorstfeuerwehren für den Brandschutz und die Brandbekämpfung auf allen Anlagen der Luftwaffe zuständig. Dabei übernahmen die Feuerschutzbeamten des mittleren Dienstes die Führung der Löschgruppen, die ihrerseits vorwiegend aus dem zivilen Stammpersonal bestanden Im Bereich unseres Bundeslandes Oberösterreich gab es insbesondere zahlreiche Fliegerhorste (zum Beispiel Aigen im Ennstal, Enns, Eferding, Hörsching, Wels). Diese waren beim Einmarsch 1938 teilweise vom österreichischen Bundesheer übernommen worden (zB. Aigen im Ennstal und Wels), teilweise aber auch erst neu erreichtet worden (wie insbesondere Hörsching und der Feldflugplatz Eferding zum Schutz der Hermann Göring Werke, der heutigen voest). Die Feuerschutzbeamten des einfachen und mittleren Dienstes trugen bis 1940 die blaue Uniform der Flughafenfeuerwehren, während die Feuerschutzbeamten des höheren Dienstes die graublauen Uniformen der übrigen Luftwaffenbeamten trugen. Ab 1940 gab es nur mehr Feuerschutzbeamte des mittleren Dienstes, die Uniform wurde einheitlich auf graublau umgestellt. Das zivile Stammpersonal gehörte ebenfalls zur Luftwaffe, hatte aber eigene Dienstgrade und behielt bis zum Kriegsende die blauen Uniformen. Dienstgrade Wie bei der Luftwaffe üblich gab es sowohl Kragenspiegel als auch Schulterstücke, die beide den Dienstgrad anzeigten. Die Abzeichen werden aus der Sicht des Trägers (oben die Kragenspiegen, unten die Schulterklappen) dargestellt. |
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Feuerschutzbeamte höherer Dienst | ||
rechts | links | Dienstgrad |
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Ministerialrat |
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Oberregierungsbaurat |
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Regierungsbaurat |
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Regierungsbauassessor |
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Feuerschutzbeamte mittlerer Dienst 1938 - 1940 |
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rechts | links | Dienstgrad |
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Hauptbrandmeister |
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Oberbrandmeister |
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Brandmeister |
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Feuerschutzbeamte einfacher Dienst 1938 - 1940 |
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rechts | links | Dienstgrad |
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Unterbrandmeister |
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Fotos aufgenommen im Feuerwehrmuseum St. Florian/Linz - Oberösterreich |
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Feuerschutzbeamte mittlerer Dienst 1940 - 1945 |
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rechts | links | Dienstgrad |
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Hauptbrandmeister |
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Fotos aufgenommen im Feuerwehrmuseum St. Florian/Linz - Oberösterreich |
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Brandmeister |
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Unterbrandmeister |
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Ziviles Stammpersonal | ||
rechts | links | Dienstgrad |
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Feuerwehrmann |
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Oberfeuerwehrmann |
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Löschmeister |
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Löschmeister (Beamtenanwärter) |
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Foto aufgenommen im Feuerwehrmuseum St. Florian/Linz - Oberösterreich |
- Details
1938 - 1945 Ziviles Stammpersonal der Fliegerhorstfeuerwehren | ||
Das zivile Stammpersonal der Fliegerhorstfeuerwehren gehörte zwar zur Luftwaffe, hatte aber eigene Dienstgrade und ab 1940 auch eigene Uniformen. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass nicht das zivile Stammpersonal neue Uniformn bekam, sondern die bis dahin gebräuchlichen blauen Uniformen beibehielt. Es war vielmehr so, dass die Feuerschutzbeamten, die seit 1935 verwendeten blauen Uniformen 1940 in die graublauen Uniformen der übrigen Luftwaffenbeamten tauschten. Die Fliegerhorstfeuerwehren waren in Löschgruppen von 14 bis 18 Mann unterteilt und rekrutierten sich im Wesentlichen aus dem zivelen Stammpersonal. Geführt wurden sie von Feuerschutzbeamten des mittleren Dienstes. Dienstgrade Wie bei der Luftwaffe üblich hatte das zivile Stammpersonal sowohl Kragenspiegel als auch Schulterstücke, die beide den Dienstgrad anzeigten. Die gezeigten Abzeichen werden aus der Sicht des Trägers dargestellt. |
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rechts | links | Dienstgrad |
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Feuerwehrmann |
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Oberfeuerwehrmann |
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Löschmeister |
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Löschmeister (Beamtenanwärter) |
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Das folgende Foto wurde im Feuerwehrwehr-Museum in St. Florian/Oberösterreich aufgenommen und zeigt die Uniform eines Feuerwehrmannes. |
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- Details
1939 - 1945 Hitlerjugend im Feuerwehrdienst | ||
Vereinbarung zur HJ im Feuerlöschdienst Das Feuerlöschgesetz vom 1.11.1938 erwähnt die Jugendfeuerwehren nicht. Am 21.4.1939 wurde jedoch eine Vereinbarung mit dem Jugendführer des Deutschen Reiches über die Ausbildung der HJ im Feuerlöschdienst getroffen.
Die feuerwehrtechnische Unterteilung der Einheiten erfolgte in Gruppen und Zügen (2 Gruppen = 1 Zug). Die größte Einheit (Gefolgschaft) ... soll in einem Luftschutzort I. oder II. Ordnung vorläufig 80 Jungen, im Ausnahmefall 100 Jungen nicht übersteigen. Normalerweise soll der Feuerwehrdienst 35 Doppelstunden im Jahr nicht übersteigen, wobei dieser Dienst auf den Dienst in der HJ anzurechnen ist. Erste Uniformierungsvorschrift In einem weiteren Erlaß vom 28. Juni 1939 wurde die Uniformierung der zum Feuerwehrdienst kommandierten Jungen wie folgt festgelegt:
Eingliederung in den HJ-Streifendienst Schon im Dezember des gleichen Jahres, nämlich nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, hatte man erkannt, daß die Organisationsform der HJ-Feuerwehr-Scharen auf Schwierigkeiten stieß. Zwar hatte sich die Aufstellung der Feuerlöschdienstreserven aus der HJ bewährt. Infolge der Mobilmachung waren aber zahlreiche Luftschutzorte lll. Ordnung von den Einberufungen stärker betroffen, als die der I. und II. Ordnung. Ohne besondere Weisung waren die dadurch bei den Feuerwehren entstandenen Lücken durch HJ ausgefüllt worden. Schwierigkeiten ergaben sich aber vor allem daraus, daß die HJ-Feuerwehr-Scharen keine Sondereinheit nach dem Muster der Marine-HJ, der Flieger-HJ usw. bildeten. Das führte zu Überschneidungen beim Ausbildungs- und HJ-Dienst und vor allem zu doppelter Belastung. Mit Runderlass vom 7.1.1939 (Anmerkung: Das Datum stammt aus der Originalunterlage des Sekretariats der deutschen Jugendfeuerwehr, kann jedoch aufgrund des bereits im Gang befindlichen Zweiten Weltkrieges nicht korrekt sein; aufgrund des Textzusammenhanges war vermutlich Dezember 1939 oder Jänner 1940 gemeint) wurden daher neue Vereinbarungen mit der Reichsjugendführung bekanntgegeben, wonach die Ausbildung der HJ im Feuerlöschdienst dem Streifendienst der HJ übertragen wurde. In der Anlage zu diesem Runderlaß heißt es u.a.:
Aufbau und Ausübung In einem Reichsbefehl der Reichsjugendführung vom 12.8.40 sind Aufbau und Ausbildung der Feuerwehrscharen im HJ-Streifendienst zusammengefaßt dargestellt. Die Feuerwehrscharen unterstehen nur dem Führer des Streifendienstes im Bann. Für die Ausbildung der Feuerwehrscharen im HJ-Streifendienst ist in diesem Reichsbefehl ein besonderer Dienstplan veröffentlicht. Danach ist für die gesamte feuerwehrtechnische Ausbildung der Feuerwehrführer verantwortlich. Die übrige Ausbildung erfolgt nach dem Ausbildungsplan für Sondereinheiten für die Kriegszeit vom 1.11.1939 als K-Ausbildung durch die HJ. Verlangt werden:
Nach Möglichkeit ist der Feuerwehrdienst der HJ mit dem der allgemeinen Freiwilligen Feuerwehr zusammenzulegen. Seit 1940 fanden regelmäßig HJ-Führerlehrgänge an den Feuerwehrschulen statt. Die Zeitschrift Deutscher Feuerschutz kündigte noch im Februar 1944 derartige Lehrgänge an. Organisation und Uniformierung Im Runderlaß vom 31.3.1941 wurde die organisatorische Zugehörigkeit der HJ-Feuerwehrscharen und die Uniformierung ihrer Mitglieder geklärt. Dazu heißt es in dem Erlaß:
Jugenddienstpflicht und Feuerwehrdienst Neue Überschneidungen ergaben sich hinsichtlich der Jugenddienstpflicht und des Feuerwehrdienstes. Die Widersprüche wurden durch einen Runderlass des Reichsministers des Innern und Jugendführers des Deutschen Reiches vom 16.6.1941 ausgeräumt:
Dienstgrade der Feuerwehrscharen im HJ-Streifendienst Die gezeigten Abzeichen werden als rechtes und linkes Schulterstück (aus der Sicht des Trägers) dargestellt. |
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rechtes Schulterstück | linkes Schulterstück | Dienstgrad |
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Hitlerjunge |
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Rottenführer |
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Oberrottenführer |
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Kameradschaftsführer |
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Oberkameradschaftsführer |
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Scharführer |
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Oberscharführer |
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Gefolgschaftsführer |
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Obergefolgschaftsführer |
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Hauptgefolgschaftsführer |
Die Ziffern bezeichnen die Nummer des Bannes, die Ziffern auf den Knöpfen die Nummer der Gefolgschaft. In der Hitlerjugend gab es noch zahlreiche weitere, höhere Dienstgrade, nicht jedoch innerhalb der HJ-Feuerwehreinheiten. Bekannt sich auch Fälle, in denen vorschriftswidrig die Schulterstücke für Anwärter der Freiwilligen Feuerwehren getragen wurden. Die folgenden Fotos wurden im Feuerwehrwehr-Museum in St. Florian/Oberösterreich aufgenommen. |
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HJ-Feuerwehrrock | ||
HJ-Gebietsarmdreieck am linken Oberärmel | ||
HJ-Feuerwehrabzeichen und HJ-Streifendienst-Ärmelband am linken Unterärmel |